gendersensible Paartherapie und Elternarbeit

Liebe ist die stärkste Macht der Welt und doch ist sie die demütigenste, die man sich vorstellen kann.
Mahatma Ghandi

Ich berücksichtige in der Therapie ihre Biographie, Prägungen und ihre Persönlichkeit. Aber auch ihr Rollenbild, ihre soziale Rolle und die gesellschaftliche  Prägungen und ihre Lebensrealität können bedeutsam sein. Übergreifend arbeite ich gendersensibel.

Es gibt viele  verschieden Beweggründe eine Paartherapie auf zu suchen. Lebensumbrüche können eine Krise auslösen. Die Geburt eines Kindes und die damit verbundene Veränderungen der Arbeitssituation  oder das Paar zieht um Umzüge, die Kinder gehen aus dem Haus, ein Seitensprung  oder Oma zieht zu uns. All das kann eine Beziehung aus dem Gleichgewicht bringen auch wenn die Liebe „ im Keller“ noch da ist.

Besonders Elternpaare sind heute der großen Herausforderung ausgesetzt Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Betreuung der Kinder unter einen Hut zu bringen.  In den letzten Jahrzehnten haben sich die Lebensbedingungen der Familien enorm verändert, Paare sind gefordert neue Wege und ein faires Miteinander zu finden. Wir können es oft nicht mehr so machen wie unsere Eltern… und was nun?

Manchmal ist der Auslöser für eine Paartherapie auch schlichter Dings nicht mehr so unglücklich sein zu wollen. Das Gefühl in einer Sackgasse gelandet zu sein und der Wunsch einen gemeinsamen Ausweg zu finden.

Ich arbeite auch mit getrennten Paaren, um eine konstruktive gemeinsame Elternschaft zu ermöglichen.

In meiner Arbeit mit Paaren steht für mich im Vordergrund:

Einen ins Stocken geraten Prozess wieder in Bewegung zu bringen

Sprachlosigkeit und Rückzug zu überwinden

Zu unterscheiden, was sind Themen des Paares und was Themen des Einzelnen..

Was sind Lebensbedingungen die schwierig sind?

Wie lässt sich Care-Arbeit fairbewältigen?

Welche Rollenbilder und- Erwartungen haben wir?

Ziele und Wünsche des Einzelnen und des Paares  zu besprechen

Autonomie zu erlauben „wo kann jede/r für sich glücklich sein“

Enttäuschungen und Verletzungen zu verarbeiten

Au seingefahrenen Muster auszusteigen und Neues zu wagen, im Kontakt oder in den Alltagsleben

Sich jenseits des Familien- und Arbeitsalltags zu begegnen

Erziehungsfragen und Arbeitsteilung konstruktiv zu besprechen

Perspektiven zu entwickeln

Sich wieder lustvoll zu begegnen

Sexuelle Erfüllung

Den Mut zu finden die Liebe (oft nach vielen Jahren) wieder auszubuddeln

In meiner Arbeit mit Paaren geht es um das Verständnis und den Respekt füreinander, als Basis der Liebe. „Was wollen wir voneinander, was sind unsere Wünsche und Ziele.“ Dazu ist es oft hilfreich, die Kommunikation zu verbessern, konstruktiv Konflikte zu klären und die Aufarbeitung von alten Verletzungen zu ermöglichen. Oft ist es hilfreich alte Rollenvorbilder zu hinterfragen. Diese Arbeit ermöglicht es vielen Paaren sich wieder mit Freunde, als Eltern und als Liebespaar zu begegnen, an gute Zeiten anzuknüpfen und Neues zu erobern. Auch getrennte Eltern profitieren oft von Gespräche.

Dazu nutze ich verschiedene Methoden. Die Tiefenpsychologie ist der Hintergrund den heutigen Konflikt im Zusammenhang der persönlichen Biografie zu verstehen. Coaching bietet sich an, um Ziele und Wünsche herauszuarbeiten und die Kommunikation zu verbessern. Die Körperarbeit ist eine Möglichkeit spielerische miteinander umzugehen, Bewegung einzuladen und Gefühle direkter zu erleben. Systemische Ansätze sind hilfreich, um die (Familien-)Situation zu begreifen und zu ordnen.

Paartherapie ist kein Garant für den Fortbestand einer Beziehung. Manche Paare kommen in eine Therapie, wenn der Graben zwischen ihnen schon unüberwindbar geworden ist. Vielleicht hat  einer der beiden Partner sich innerlich schon verabschiedet hat. Es kommt auch vor, dass sich in einem Prozess herausstellt, dass es zwischen zwei Menschen zu wenig grundsätzliche Übereinstimmung, gibt um gemeinsam zu Leben. Auch da ist gut, wenn es klärung gibt.

Paartherapie ist nur hilfreich, wenn beide Partner ernsthaft an einer Weiterentwicklung ihrer Beziehung interessiert sind. Das Paar kann nicht, ihre Beziehung in meiner Praxis abliefern und hoffen, dass die Therapeut*in diese schon reparieren wird. Paartherapie heißt immer auch, dem eigenen Schatten ins Gesicht zu sehn.

Ablauf:

Es gibt einem gemeinsames  50- ig min. Vorgespräch (40,–€) zum Kennenlernen und zur „groben“ Zielklärung. Das Paar entscheidet dann, ob sie den Prozess bei mir fortsetzten möchten, d.h. beide müssen wirklich zustimmen. Sie müssen sich nicht sich bis auf alle Ewigkeit festzulegen, sondern erstmal „Ja-sagen“  können.

Es folgen gemeinsame Sitzungen á 100 min. (130,–€), in ca. 14-tägigem oder dreiwöchtlichem Abstand. Gegen Ende der gemeinsamen Arbeit kann dieser Abstand deutlich größer werden. Die Dauer einer Paartherapie ist sehr unterschiedlich und hängt von der persönlichen Problemstellung ab.

Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit zu Einzelsitzungen á 50 min. (85 – 100,–€) in denen jede/r die Möglichkeit hat, sich zu äußern, ohne Gefahr zu laufen die Partner*in mit dem, was sie/ihn bewegt zu verletzten oder zu verärgern.

Wenn Sie darüber hinaus gehende Fragen habe, können Sie mir eine E-Mail schicken oder mich anrufen.